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Mit der Powerbank das MacBook laden

Früher war alles noch so schön einfach. Man hatte ein simples mobiles Telefon bzw. „Handy“ dessen Funktionen sich, in Anbetracht heutiger Smartphones, auf ein Minimum beschränkten. Neben dem Hauptfeature dem „Telefonieren“ (ja, das war damals wirklich so) gab es noch den (sündhaft teuren) SMS-Versand sowie 1 bis 3 (sehr simple) Spiele mit denen man den Religionsunterricht überbrücken konnte. Das wars!

Einen Vorteil hatten die Geräte von damals aber. Der Akku hielt seeeehr lang. Im Standby sogar bis zu mehrere Wochen. Und auch heute stolpert man noch über das ein oder andere (wohl nicht ganz erstgemeinte) Posting in den sozialen Netzwerken wonach jemand gerade sein Nokia 3210 von damals gefunden hätte. Mit noch einem Strich bei den Ladebalken.

Heute ist das anders! Moderne Smartphones sind unsere stätigen Begleiter, Das Telefonieren ist in den Hintergrund gerückt und eine Vielzahl zusätzlicher Funktionen erobern die kostbare Zeit des Users. Musik hören, Chatten, Fotografieren sind nur einige davon. Diese haben aber eines gemeinsam haben: Sie fressen Strom. Aber auch ohne das Smartphone großartig zu verwenden kommt man mit einer Akkuladung häufig gerade einmal über den Tag und ist froh wenn man dieses Abends wieder an die Ladebuchse anstöpseln kann. Wenn man nicht zufällig sein Ladekabel oder aber eine Powerbank zur Verfügung hat.

Die Powerbank – Reserve im Gepäck

Dem Umstand des ständigen Strombedarfs ist sich natürlich auch die Industrie bewusst. Powerbanks gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle. In allen möglichen Größen und Farben und häufig auch mit zusätzlichen Gadgets ausgestattet. So gibt es Powerbanks mit einer eingebauten Solarzelle oder Powerbanks die als Taschenwärmer benutzt werden können.

Worauf sollte bei dem Kauf einer Powerbank geachtet werden?

Die Erfahrung hat gelehrt, „Wer billig kauft, kauft doppelt“. Gerade auf Amazon tummeln sich unzählige Anbieter deren Powerbanks, so musste ich leider selbst feststellen, den Qualitätsansprüchen nicht genügen und bereits nach kurzer Zeit den Geist aufgaben. Gute Bewertungen sind demnach nicht immer ein zuverlässiger Indikator sondern halt manchmal einfach nur gekauft. Man sollte sich daher einfach mal die negativen Rezensionen durchlesen und was der Hersteller auf die Fragen der Käufer bzw. Interessenten antwortet. Bei der Powerbank selbst sollte man unbedingt darauf achten ob diese eine CE-Kennzeichnung besitzt und somit nachweislich den EU-Anforderungen entspricht. Ebenfalls wichtig ist das GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit). Dies gibt Aufschluss darüber, ob das Produkt den deutschen und europäischen Normen für Produktsicherheit entspricht. Das „Nonplusultra“, aber auch eher selten vertreten, stellt das Prüfsiegel des TÜVs dar. Ich kann aus meiner bisherigen Erfahrung sagen dass sich sowohl die Produkte von Anker als auch Aukey

Die richtige Powerbank für das Macbook

Ich besitze bereits 3 Powerbanks (von mittel bis klein) für unterschiedliche Anlässe. Eine Powerbank habe ich standartmäßig immer in meinem Rucksack, die kleinere Powerbank hingegen verwende ich bei Veranstaltungen wie bei Konzerten oder im Stadion.

Weshalb ich den Artikel nun allerdings geschrieben habe liegt an folgender Situation:

Ich besitze nun schon länger ein Macbook Pro aus der neueren Baureihe. Dieses Macbook Pro besitzt im Gegensatz zu dem Macbook Air, welches ich vorher besessen habe, keinen Lightning-Anschluss mehr sondern wird nun über USB-C geladen. Leider hält der Akku nun aber auch nicht mehr so lange wie vorher beim Macbook Air. Wenn ich nun also unterwegs bin (oder auch nur auf dem Balkon) wollte ich nicht gerne auf das Ladegerät zurückgreifen und mühsam eine Steckdose suchen. Bei meinem Smartphone oder Tablet habe ich mich bereits an eine gewisse Flexibilität gewöhnt die mir die Powerbank ermöglicht. Warum also nicht bei meinem Macbook Pro?

Also habe ich mich auf die Suche nach einer Powerbank für das Macbook gemacht. In der Hoffnung dass ich dann genauso flexibel bin wie mit meinem Smartphone oder Tablet. Sprich, das Macbook sollte im Betrieb über die Powerbank geladen werden können. Es muss von der Powerbank also mehr Saft geliefert als verbraucht werden.

Das Macbook wie das Smartphone und Tablet über die Powerbank laden?

Zunächst habe ich spaßeshalber mal versucht mit meinen bereits vorhandenen Powerbanks das Macbook zu laden. Mit dem (erwarteten) Ergebnis, das nicht passiert ist. Aber wieso kann man nicht mit jeder x-beliebigen Powerbank das Macbook laden? Adapter für ältere USB-Anschlüsse auf USB-C gibt es ja schließlich genug.

Powerbank mit USB Power Delivery

Ganz einfach weil der bisherige USB Standard nicht ausgereicht hat um Geräte mit der Größe und dem Verbrauch eines Laptops über eine Powerbank zu laden. Dies ist nun mit dem neuesten Standard „Power Delivery“ unter Umständen möglich.

Warum „unter Umständen“?

Ganz einfach, USB Power Delivery besitzt mehrere Stufen mit jeweils unterschiedlicher Leistungsabgabe und Spannung. Laptops die über USB-C aufgeladen werden, benötigen jedoch mindestens 19V Spannung wodurch ein Großteil der auf dem Markt erhältlichen Powerbanks nicht geeignet sind um den Laptop zu laden. Leider wird das nicht immer transparent seitens der Power Bank Hersteller kommuniziert. Man sollte daher immer davon ausgehen dass eine Power Bank mit Power Delivery dazu geeignet ist um nur das Smartphone oder Tablet zu laden. Nicht jedoch das Macbook (Pro) oder den Laptop. Es sei denn es ist explizit angegeben

Profil Spannung Strom Leistung Geräteklasse
1 5 V 2 A 10 W Standard-Profil – Smartphones oder kleiner
2 5 V 2 A 18 W Tablets
12 V 1,5 A
3 5 V 2 A 36 W Kleine Notebooks
12 V 3 A
4 5 V 2 A 60 W Große Notebooks, Hubs
12 V 3 A
20 V 3 A
5 5 V 2 A 100 W Workstations, Docking-Stations
12 V 5 A
20 V 5 A

Die eingangs erwähnten 19V als Grenze für den Ladevorgang von Laptops gelten dabei nicht für das Macbook und das Macbook Pro. Weil Apple hier zusätzliche Hardware verbaut hat können diese rein theoretisch auch schon mit einer Spannung von 5 Volt geladen werden. Dadurch ist natürlich aber die Leistungsabgabe geringer wodurch der Ladevorgang 1. sehr langsam voran geht und 2. nicht im laufenden Betrieb erfolgen kann.

Die richtige Powerbank für das Macbook

Jetzt aber mal zu meiner Kaufempfehlung welche Powerbank am besten geeignet ist um mein Macbook Pro zu laden. Diese Empfehlung gilt natürlich auch für die anderen Macbooks von Apple solange diese über den USB-C Anschluss geladen werden können.

Folgende Kriterien sollte die Powerbank für mein Macbook dabei erfüllen.

  • Gute Verarbeitung
  • Genug Power um das Macbook zu laden während ich damit arbeite
  • Kapazität von nicht mehr als 25.000 mAh um diese auf Flugreisen verwenden zu können

Überschaubare Auswahl an Powerbanks

Gerade der letzte Punkt, die 25.000 mAh haben die eh schon überschaubare Auswahl noch weiter eingeschränkt. Ich möchte wenn ich auf reisen gehe zu 100% sicher sein dass ich die Powerbank auch mit in den Flieger nehmen kann damit ich auch dort das Macbook oder mein Smartphone laden zu können. Mit einer Kapazität unter 25.000mAh ist das kein Problem. Die offizielle Grenze liegt eigentlich sogar noch etwas höher, allerdings sollte man sich hier immer bei der jeweiligen Fluglinie vorab informieren worauf ich aber keine Lust habe

Mein Tipp: RAVPower 20100mAh Powerbank

Entschieden habe ich mich nun für die RAVPower 20100mAh Powerbank.
Diese Powerbank liegt mit 20100 mAh unter der mit gesetzten Grenze. Der Preis ist mit 59,00€ meiner Ansicht nach fair. Die Verarbeitung ist sehr gut und es lagen ausserdem noch ein USB-C Kabel sowie eine Tasche bei die neben der Powerbank auch noch Platz für zusätzliche Kabel bietet. Da die Leistung bei 45 Watt liegt wird mein Macbook zügig geladen auch während ich damit anspruchsvollere Aufgaben erledige (*Hust* Netflix schauen *Hust*).

Die Front der RAVPower Powerbank

Die Powerbank bietet darüber hinaus neben dem USB-C auch einen Anschluss für USB-A der derzeit (noch) weit verbreitet ist. Es ist somit sogar möglich Smartphone und Macbook gleichzeitig zu laden. Dann allerdings „nur“ mit einer Leistung von 30 Watt.

Soviel Leistung braucht Platz daher ist die Powerbank nicht gerade ein kleines Leichtgewicht. Ich habe allerdings auch schon Powerbanks gesehen die größer waren und weniger Leistung und Kapazität hatten. Die Maße der RAVPOWER Powerbank lauten daher: 160 x 78.5 x 23mm und das Gewicht liegt bei 400 Gramm. Ich muss zugeben nachdem ich die ersten Rezensionen gelesen hatte, hatte ich einen ziemlichen Klopper erwarter. So Schlimm ist es allerdings bei weitem nicht.

Ladevorgang am Macbook

Wer also eine Powerbank sucht die gut verarbeitet ist und das Macbook mit der momentan größtmöglichen Leistung von 45 Watt über den USB-C Anschluss laden kann, dem empfehle ich uneingeschränkt die RAVPower 20100mAh Powerbank.

6 Antworten auf „Mit der Powerbank das MacBook laden“

Moin. Ich denke ich habe das gleiche Problem. Mein MacBook Air von 2017 hat einen Thunderbolt 2 (TB2) sowie zwei USB A Anschlüsse. Wenn ich das richtig sehe, braucht man einen T2-T3-Adapter, da der T3-Anschluss USB-C entspricht. Stimmt das? Wisst ihr, ob ich auf irgendetwas besonderes achten muss?
Grüße
Martin

Das hab ich auch gedacht. Aber der Autor ist nicht alleine Schuld daran. Leider honoriert Google kurze, knackige Texte weniger als etwas längere. Und da Autoren auch ein paar Euro durch Affiliate Links verdienen wollen oder müssen, müssen sie auch die Regeln befolgen, damit sie bei Google weit oben erscheinen.

Das Wesen des Blogs ist auch, literarischz sein, liebe Mutti. Wer die Fähigkeit zum Querlesen besitzt oder überhaupt im digitalen Zeitalter noch die Freude an Texten, findet diesen sehr informativen Artikel – Danke! – nicht zu lang.

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